Mit einer Aktion auf dem Metzinger Marktplatz haben zahlreiche Engagierte am Weltfrauentag auf frauenpolitische Themen aufmerksam gemacht. Mit Redebeiträgen, Musik und Gesprächen ging es insbesondere um Gleichberechtigung, gesellschaftliche Teilhabe und den Kampf gegen Gewalt an Frauen.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Heidrun Schmid-Salzer. Auch der Ortsverband der Grünen beteiligte sich mit Redebeiträgen. Stadträtin Lisa-Maria Weigert sprach über Gewalt gegen Frauen und machte auf aktuelle Zahlen aufmerksam: 2024 wurden allein in Deutschland 308 Frauen Opfer von Femiziden, hunderttausende sind von häuslicher Gewalt betroffen. Sie betonte die Bedeutung von Frauenhäusern, Beratungsstellen und einem starken gesellschaftlichen Netzwerk, das Betroffenen Unterstützung bietet und Gewalt frühzeitig entgegenwirkt.
Gertrud Kleineikenscheidt (Maria 2.0) forderte mehr Verantwortung und Mitsprache von Frauen in Kirche und Gesellschaft und kritisierte bestehende strukturelle Ungleichheiten.
Ein Grußwort sprach Oberbürgermeisterin Carmen Haberstroh, die sich für mehr Frauen in Führungspositionen aussprach. Auch die Landtagsabgeordnete Cindy Holmberg beteiligte sich mit einem musikalischen Beitrag an der Veranstaltung. Unterstützt wurde die Aktion zudem von der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke.
Die Veranstaltung machte deutlich: Gleichberechtigung ist keine Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger ist es, Frauen sichtbar zu machen, Rechte zu verteidigen und sich gemeinsam für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen.